Pilze gehören zu einer gesunden Darmflora und konkurrieren mit Bakterien um das Gleichgewicht und die Mengenverteilung im Darm.

Normalerweise werden Pilze durch gute Darmbakterien in Schach gehalten, aber dennoch kann es passieren, das die Balance aus dem Ruder gerät und die Pilze überhand nehmen.

Ist dies der Fall, entstehen zwei große Probleme. Zum Einen produziert der Pilz Toxine und Antigene, die den Organismus und vor allem die Leber stark belasten. Zum Anderen werden die guten Darmbakterien verdrängt, die ein wichtiger Bestandteil der Verdauung, Nährstoffaufnahme, Vitamin- und Enzymbildung sowie des Immunsystems sind.

Der Candida Albicans ist ein Hefepilz, der sich vornehmlich von Zucker und Hefe ernährt. Laut aktuellen Studien konnte dieser Pilz bei mehr als 75% aller darauf untersuchten Patienten nachgewiesen werden. Der Hauptgrund dafür liegt in der Ernährung, denn unsere westliche Ernährungsweise ist komplett auf eine Verpilzung des Darmes ausgelegt. Denn wer ernährt sich heute noch so wie er das eigentlich sollte, um gesund zu bleiben und um dem Körper all das zu liefern, was er braucht ? Sicherlich nur die Wenigsten !

Ist die Darmflora vollständig Intakt, ruft der Candida-Pilz keinerlei Probleme und Symptome hervor. Liegt jedoch ein geschwächtes Immunsystem vor, breitet sich der Pilz rapide aus und besiedelt den Darm. Unter günstigen Bedingungen und einer übermäßigen Zuckerzufuhr, verdoppelt sich die Anzahl der Candida-Pilze im Darm innerhalb von 20 Minuten !

Candida

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Daraufhin kommt es zur Überbevölkerung (Candidose) der Pilze im Darm und die ersten Symptome tauchen auf. Je länger die Diagnose Candida ausbleibt und der behandelnde Arzt keine entsprechende Therapie einleitet, umso mehr Schaden wird im Darm angerichtet, die Palette an Symptomen wächst kontinuierlich und die Darmschleimhaut wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Leaky-Gut, Nahrungsmittelintoleranzen, Anämien, Vitaminmangel und vieles mehr steht dann auf der Tagesordnung.

Da der Candida sich nicht nur im Darm aufhält, kann es auch zu einer systemischen Candidose kommen. Dies bedeutet, das der Pilz durch den Blutkreislauf verschiedene Organe befallen kann und somit die Problematik noch einmal deutlich an Fahrt aufnimmt. Sobald sich der Candidapilz im Darm und Körper ausgebreitet hat, wird das Immunsystem massiv beansprucht und meistens auch überlastet. Dann wird der Körper schnell anfällig für alle denkbaren Infektionen und reagiert auch allergisch im Bezug auf viele Nahrungsmittelbestandteile, Duftstoffe und vieles mehr.

Aufgrund der Tatsache, das der Candidapilz versucht sich großflächig im Darm anzusiedeln, wird die Aufnahme der Nährstoffe im Dünndarm stark reduziert, wodurch es zu diversen Mangelerscheinungen und Anämien kommen kann. Diese Mangelerscheinungen kommen auf Dauer natürlich auch mit eigenen Symptomen und Problemen daher. Das fatale ist aber, das der Patient meist schon sehr lange mit dem Candidapilz lebt und sich im Laufe der Zeit bereits an solche Symptome wie Müdigkeit, Allergien, Kopfschmerzen und wiederkehrenden Erkältungen gewöhnt hat und diese nicht mit einer Hefepilzinfektion in Verbindung bringt.

Ursachen für eine Candida-Infektion

Es gibt viele Gründe für die Ausbreitung von Candida Albicans. Die Wichtigsten wären eine langanhaltende Cortisoneinnahme, zu häufige Antibiotikagaben, ein schwaches Immunsystem, Stress und vor allem die Ernährung.

Der Candida-Pilz kann sich uneingeschränkt vermehren, wenn eine regelmäßige Nahrungszufuhr gewährleistet ist. Diese Nahrungszufuhr hat der Pilz am liebsten in Form von schnellen Kohlenhydraten aus weißem Mehl und Zucker. Zudem ernährt sich der Pilz auch gerne von Zink und Kalzium, sodass bei einem Mangel dieser Nährstoffe immer auch an eine Candidainfektion gedacht werden sollte, auch wenn zunächst keine äußerlich sichtbaren Symptome auf Candida hinweisen.

Um zu überleben und sich weiter auszubreiten, nistet sich der Pilz direkt im Dünndarm ein, da dort natürlich ausreichend Nahrung bereitsteht. Somit greift der Pilz die Nahrung und die Nährstoff bereits dann ab, bevor der Mensch überhaupt die Möglichkeit bekommt, die lebenswichtigen Nährstoffe aufzunehmen. Dadurch wird der Körper auf lange Sicht immer weiter geschwächt, das Immunsystem kann seine Arbeit nicht mehr zuverlässig verrichten und der Pilz kann sich somit immer weiter ausbreiten.

In Folge dessen entstehen immer mehr Symptome wie z.B. Blähbauch, verändertes Stuhlverhalten, Infektanfälligkeit, Müdigkeit und Schwäche. Im weiteren Verlauf, einer unbehandelten Candidose kann sich die Situation schnell zuspitzen, da der Pilz auch andere Organe befallen und somit zu einer ernsthaften Gefährdung werden kann.

Nicht zu vernachlässigen ist die Tatsache das der Candidapilz, den aus der Nahrung gewonnenen Zucker (Glukose), durch Fermentation zu Fuselalkoholen umwandelt und damit den Darm stark reizt und zusätzlich die Leber belastet. Somit liegt es Nah, auch bei erhöhten Leberwerten, die nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum entstanden sind, an eine Candidainfektion zu denken.

Symptome und mögliche Folgeerkrankungen

  • starkes Verlangen nach Süßigkeiten und Kohlenhydraten
  • Müdigkeit und Schwäche
  • schnell gereizt sein
  • Durchfall / Verstopfung
  • Oberbauchbeschwerden
  • Blähungen / aufgetriebener Bauch
  • Reflux und Sodbrennen
  • Reizdarm und Reizmagen
  • Gelenkschmerzen / Muskelschmerzen / rheumatische Erscheinungen
  • Nahrungsmittelintoleranzen
  • Darmentzündungen
  • Leaky-Gut (durchlässige Darmschleimhaut)
  • Nebennierenschwäche
  • Vitaminmangel / Anämien
  • Angstzustände und Depressionen
  • Juckreiz und Hautausschlag
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Pulsschwäche

Candida führt häufig zu Leaky-Gut

Bei Erkrankungen wie dem Leaky-Gut und vor allem der Nebennierenschwäche spielt der Candida-Pilz eine größere Rolle, als den meisten Patienten und Ärzten bewusst ist.

Bei einem Leaky-Gut ist die Darmschleimhaut stark gestört und löchrig, so das Nahrungsbestandteile oder Keime ungefiltert in die Blutbahn gelangen können. Diese Schädigung der Schleimhaut kann verschiedene Ursachen haben, dazu zählen eine falsche Ernährungsweise, zu viel Zucker, zu viel Weizen, zu viel Gluten — aber auch der wurzelbildende Candida ist häufig für den Leaky-Gut verantwortlich.

Bei einer systemischen Candidainfektion bildet der Pilz feine Wurzeln, die sich im Laufe der Zeit durch den Verdauungstrakt bohren. Mit diesen feinen Wurzeln begibt sich der Pilz auf die Suche nach weiter entfernten Zuckerquellen im Blut oder in anderen Organen. Durch die in der Darmwand entstandenen, kleinen Löcher gelangen nun die noch nicht vollständig zerlegten Nahrungsbestandteile ins Blut. Das Immunsystem reagiert darauf wie bei jedem Fremdkörper im Blut, indem es mit den Immunzellen angreift und anschließend Antikörper dagegen bildet, falls diese Nahrungsbestandteile erneut auftauchen.

Und schon entsteht eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Autoimmunkrankheiten.

Candida und die Nebennierenschwäche

Die systemische Infektion mit Candida führt auch sehr häufig eine starke Nebennierenmüdigkeit herbei. Die Ursache für die sogenannte Nebennierenschwäche ist der anhaltende Stress im Körper, der die Nebennieren an ihre Belastungsgrenze bringt und welcher durch folgende Faktoren verursacht wird:

  • Allergische Reaktionen aufgrund von Leaky-Gut
  • Große Mengen an Toxinen die vom Candidapilz produziert werden und die Leber belasten
  • Ständige Wundbildung im Darm, die durch die Rückbildung der Candidawurzeln entsteht
  • Schwaches Immunsystem welches auch anderen Infektionen die Türen öffnet und den Körper noch weiter schwächt

Wie kann man eine Candidainfektion diagnostizieren ?

Abgesehen von den rein optischen Hinweisen auf Candida, wie Beispielsweise dem Mundsoor, einer stark belegten Zunge oder kreisrunder, trockener Hautstellen an Händen und Füssen, lässt sicher Candida durch eine Stuhluntersuchung nachweisen.

Dies geschieht auf Anordnung vom Arzt in einem Labor seiner Wahl. Falls die Untersuchung im Bezug auf den Candidapilz laut Labor negativ ausgefallen ist, heißt es leider noch lange nicht das keine Candidainfektion vorliegt.

Dies liegt daran, das der Pilz gerne sogenannte Nester bildet, die nicht unbedingt in dem gerade untersuchten Teil des Stuhls enthalten sind. Deswegen sollte man bei der Abnahme einer Stuhlprobe immer darauf achten, die Proben aus verschiedenen Stellen des Stuhls zu entnehmen. So ist die Wahrscheinlichkeit den Pilz zu entlarven deutlich höher.

Aber auch über eine Speichel- oder Urin-Untersuchung, lässt sich eine Candidainfektion nachweisen.

Wie behandelt man den Candida-Pilz ?

Um bei einer systemischen Candida-Infektion zu einer handfesten Diagnose zu gelangen, dauert in den meisten Fällen sehr lange. Um aber dann auch noch vernünftig behandelt zu werden, dauert meistens noch viel länger. Leider verfügen nur eine handvoll Ärzten über die nötige Kompetenz und das nötige Fachwissen, um eine sinnvolle Diagnostik und Behandlung in die Wege zu leiten. Deshalb kann man schon von Glück sprechen, wen ein Patient die nötige Unterstützung bei der Behandlung seiner Candida-Infektion erhält.

Für die Behandlung einer Candida-Infektion, stehen mittlerweile einige Medikamente zur Auswahl. Allerdings ist die einfache Behandlung mit Nystatin oder Diflucan in der Regel definitiv nicht ausreichend um einen wurzelbildenden Candida-Pilz zu bekämpfen. Die Medikamente können nur mit einer radikalen Ernährungsumstellung ohne Zucker, Alkohol und Weißmehl ihre volle Wirkung entfalten.

Zudem kann es sogar sein, das Patienten auf die Behandlung allergisch reagieren, da sich im Laufe der Zeit häufig ein Leaky-Gut entwickelt und somit schnell Überempfindlichkeiten gegenüber allen denkbaren Nahrungsmitteln und Zusatzstoffen in Medikamenten entstehen kann. Dies hat zur Folge, das dadurch das Immunsystem noch schwächer wird und der Pilz sich noch weiter ausbreiten kann.

Auch sollte berücksichtigt werden, das der Candida-Pilz sehr schnell Resistenzen gegen Pilzmitteln bildet und auf die eingesetzten Medikamente immun wird. Deswegen ist es enorm wichtig, regelmäßig im 14 Tage-Takt zwischen verschieden Pilzmitteln zu wechseln.

Parallel sollte auch das Immunsystem wieder aufgebaut werden, damit der Körper mehr Energie gewinnt, um heilen zu können. Das Immunsystem unterstützt man am besten mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Vitaminpräparaten oder/und Probiotika.

Die nützlichen Darmbakterien sind der natürliche Feind der Hefepilze und sorgt nicht nur dafür das die sich die Pilze in ihrer Anzahl verringern, sondern reparieren zudem die Darmschleimhaut und sorgen für eine schneller Verdauung. Dies ist besonders wichtig um die abgestorbenen Candidapilze schnellstmöglich loszuwerden.

Candida herkömmlich behandeln

Zur Behandlung einer Candida-Überwucherung werden in der Regel klassische Antimykotika verschrieben. In den meisten Fällen handelt es sich um Nystatin. Dieses Medikament gibt es von verschiedenen Herstellern und es ist rezeptfrei ! Nystatin hat den Vorteil, das es nicht in die Blutbahn gelangen kann und seine Arbeit ausschließlich im Darm verrichtet.

Aufgrund dessen kommt das Nystatin selbst ohne Nebenwirkungen daher, allerdings kommt es bei der Behandlung von Candida zu einer Erstverschlechterung, der sogenannten Herxheimer-Reaktion, welche ordentliche „Nebenwirkungen“ mit sich bringt. Weitere Informationen zur Herxheimer-Reaktion finden Sie weiter unten.

Nystatin gibt es in Tablettenform und auch als Suspension. Die Tabletten sollten mindestens über 14 Tage genommen werden. Besser aber über einen Zeitraum von 30 Tagen. Ein bis zwei Wochen lang drei mal täglich zwei Tabletten nach dem Essen und danach drei mal täglich jeweils eine Tablette.

Da der Candidapilz nicht nur im Darm sitzt, sondern den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum Enddarm besiedelt, ist es äußerst wichtig, parallel zur Tablettenkur auch die Suspension zu verwenden, um die Pilze im Mundraum, der Speiseröhre, sowie dem Magen zu eliminieren.

Ist der Pilz schon lange im Darm oder wurde versucht den Pilz auszuhungern, ohne das entsprechende Antimykotikum zu nehmen, kann es sein das die Candida-Infektion systemisch geworden ist. Dies bedeute das der Pilz sich über die Blutbahn und seine Wurzeln im Körper verteilt und unter Umständen andere Organe befallen hat, was natürlich zu entsprechenden Symptomen führen kann.

In diesem Fall stehen systemische Pilzmittel wie beispielsweise das Fluconazol zur Verfügung, welches über die Blutbahn effektiv im ganzen Körper wirkt. Allerdings kommt es auch mit vielen Nebenwirkungen daher und wirkt eigentlich nur bei der ersten Anwendung zuverlässig. Lässt man danach die Diät schleifen oder übertreibt es mit Zucker, Weißmehl und Alkohol, kann sich wieder ein Candida ausbreiten und die Wirkung des Fluconazols wäre dann definitiv nicht mehr so erfolgversprechend wie beim ersten Mal.

Candida natürlich behandeln

Nystatin und Fluconazol sind allerdings beides chemisches Mittel gegen den Darmpilz und haben nicht viel mit der Naturheilkunde zu tun. Die Natur hingegen bietet eine Vielzahl an natürlichen „Antibiotika“ und Antipilzmitteln, welche in ihrer Wirkung den Chemischen in nichts nachstehen und entweder als Alternative zu den herkömmlichen Pilzmedikamenten oder als Ergänzung dienlich sein können:

 

Die Candida Diät

Wurde ein Befall mit Candida Albicans diagnostiziert, bleibt eine konsequente Ernährungsumstellung nicht aus und ist im Grunde der wichtigste Pfeiler der Behandlung. Vor allem schnell verfügbare Kohlenhydrate in Form von Zucker und Weißmehl, müssen gegen Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und gegebenenfalls Vollkornprodukte ausgetauscht werden, da diese dem Candida-Pilz den Nährboden für eine konstante Vermehrung bieten.

Vor allem sollte man sich die Zeit nehmen und die Zutatenliste der bisher verwendeten Nahrungsmittel näher betrachten. Heutzutage gibt es kaum noch Nahrungsmittel im Supermarkt, welche keinen Zucker enthalten. Und die Mengen an Zucker sind wirklich alarmierend. Selbst in solch unscheinbaren Produkten wie Ketchup oder Senf ist heute massig Zucker enthalten.

Das komplette Aushungern (der vollständige Verzicht auf Zucker) des Pilzes wird heutzutage allerdings nicht mehr empfohlen, da der Pilz bei zu wenig Zucker aktiver wird. Er schüttet zum einen Toxine aus, welche sich schadhaft auf den Organismus und vor allem die Leber auswirken. Zum anderen versucht sich der Candidapilz mit seinen Wurzeln durch die Darmwand zu bohren, um an den Zucker im Blut oder den Blutgefäßen zu gelangen. Somit sollten immer wieder kleine Mengen Fruchtzucker in Form von Obst und Gemüse zugeführt werden.

Allerdings gibt es auch positives zur Candida-Diät zu berichten: Sie ist sehr gesund und lässt Ihre Pfunde purzeln. Dies klingt vielleicht zunächst wie ein schwacher Trost, hilft dem Patienten aber während der schwierigen Phase durchzuhalten, da ein Erfolg optisch schnell sichtbar wird.

Im Prinzip muss die Wahl der Lebensmittel folgende Kriterien erfüllen, damit sich auch ein Erfolg einstellt:

  • Sie muss kohlenhydratarm sein, um dem Candidapilz die Nahrungsquelle zu entziehen. Ballaststoffe sollten die Hauptnahrung darstellen, gefolgt von Fleisch, Fisch, gesunden Fetten, Ölen, Nüssen und Samen
  • Die gewählten Nahrungsmittel sollten gut für die Verdauung sein und diese auch fördern, anstatt sie zu hemmen.
  • Die gewählten Nahrungsmittel müssen nahrhaft sein, das Immunsystem stärken und leicht verdaulich sein.
  • Die gewählten Nahrungsmittel sollten eine fungizide Wirkung aufweisen (Knoblauch, Ingwer, Zimt, Oregano, Zwiebeln etc.)

Wichtig ist das der Patient versteht, das allein eine Diät nicht funktionieren wird. Genauso wird alleine die Behandlung mit einem Antimykotikum nicht funktionieren. Nur die Kombination kann dauerhaft funktionieren, vorausgesetzt der Patient hat einen langen Atem und hält sich konsequent an seine Diät.

Die Candidadiät ist für die meisten Patienten eine sehr große Herausforderung. Man muss sich besonders konsequent in Geduld üben. Allerdings merken die meisten Patienten meist relativ schnell, das die Ernährungsumstellung und Pilzbehandlung zu einem deutlich besseren Befinden führen und sich somit die Anstrengungen lohnen. Dies führt zu einer konstanten Motivation und lässt den Pilz auf Dauer besiegen und den eigenen Gesundheitszustand deutlich zu verbessern.

Aber egal wie gut die Absichten auch sein mögen, es wird mit Sicherheit immer wieder mal kleine Rückfälle geben und man verfällt dem Zucker in irgendeiner Form. Dies wird sich aber schnell mit einer Reihe an Symptomen bemerkbar machen, die den Patienten meistens dazu bewegen die Candida-Diät wieder aufzunehmen.

Die Dauer der Candidabehandlung samt Diät hängt von der Dauer der Infektion und dem Schweregrad der Infektion ab und lässt sich somit nicht allgemeingültig in Zahlen benennen. Aber es ist oft so, das die ersten nachhaltigen Verbesserungen des Befindens bereits nach einigen Wochen eintreten und sich nach 6-12 Monaten manifestieren.

Es gibt allerdings auch viele Patienten, welche Jahre brauchen um wieder ansatzweise Gesund zu werden. Andere wiederum müssen die Diät tatsächlich ein Leben lang einhalten, um nicht sofort wieder mit dem Candidapilz überwuchert zu werden. Allerdings hängt der Erfolg der Behandlung meistens davon ab, wie konsequent man die Behandlung und die Diät durchführt.

Herxheimer-Reaktion – der Die-Off

Wenn eine Candida-Infektion behandelt wird, beginnt das große Absterben der Pilze, welches auch Die-Off genannt wird und besonders zu Anfang der Behandlung, mit der Freisetzung großer Mengen an Toxinen und Antigenen, besonders unangenehm sein kann und dem Körper so einiges abverlangt.

Die Leber sowie die Nebennieren werden während einer Candida-Behandlung sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und sorgen für eine starke Müdigkeit und Schwäche. Aber auch Symptome wie Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit sind ganz klassisch für diese unangenehme Phase der Candidabehandlung.

Wenn allerdings die Heilung nach einigen Wochen so richtig einsetzt, flachen die Die-Off-Symptome ab, die Intervalle werden seltener und erfolgen in größeren Abständen.

Egal wie unangenehm die Herxheimer-Reaktion ausfällt, das einzig Gute daran ist, das man sich sicher sein kann, das die Behandlung tatsächlich funktioniert und der Patient auf dem richtigen Weg ist. Ab hier ist es ein Spiel auf Zeit und eine Herausforderung an das Durchhaltevermögen des Patienten.