Frisch angesetzter Milchkefir ist ein äußerst gesundes Sauermilchgetränk, welches bei der Vergärung von Milch mit Kefirpilzen entsteht.

Allerdings darf der Milchkefir nicht mit dem „toten“ Kefir aus dem Supermarkt verwechselt werden, denn im Gegensatz zu diesem enthält selbst angesetzter Milchkefir eine beachtliche Menge an lebenden Mikroorganismen, die unserer Gesundheit deutlich auf die Sprünge helfen können.

Was genau ist Milchkefir ?

Der traditionelle Milchkefir wird aus Kefirknollen des tibetischen oder kaukasischen Kefirpilzes hergestellt und erinnert optisch ein wenig an Blumenkohl. Anfangs sind die Knollen mit ca. 5mm recht klein, wachsen aber innerhalb weniger Wochen um das 10-fache an, bevor sie wieder in kleinere Kefirknollen zerfallen und sich so kontinuierlich weiter vermehren.

Die Kefirknollen entstehen, indem Hefen und Milchsäurebakterien verklumpen. Dabei dient der in der Milch enthaltene Milchzucker (Laktose) als Nahrungsquelle für die Bakterien und lässt diese sehr schnell vermehren. Auf diese Weise wird die Milch bzw. der Kefir sauer, enthält kaum mehr Laktose und ist somit auch für laktoseintolerante Menschen durchaus genießbar.

Milchkefir

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Bei der Vergärung entsteht unter anderem etwas Kohlensäure, welche dem Milchkefir einen prickelnden Geschmack verleiht. Aber auch ein geringer Anteil an Alkohol entsteht bei diesem Prozess. Der Alkoholanteil kann, je nach Dauer des Ansetzens und der gewählten Temperatur, bis zu 2,5% betragen.

Deshalb ist Milchkefir ein echtes Superfood !

Der Milchkefir besitzt eine verdauungsfördernde Wirkung und hält die Darmflora im Gleichgewicht. Im Zeitalter der Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, welche ihren Ursprung nun mal im Darm haben, kann der Milchkefir verblüffende Erfolge verzeichnen.

Vor allem bei Dysbakterien nach der Einnahme von Antibiotika ist der Milchkefir absolut zu empfehlen. Die enthaltenen Milchsäurebakterien und Hefen halten pathogene Keime in Schach, regulieren den Darm-PH-Wert, sorgen für gesunde Darmschleimhaut und vieles mehr.

Auf Grund dessen wird Milchkefir bei folgenden, gesundheitlichen Problemen angewendet:

  • Darminfektionen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Allergien
  • Nahrungsmittelintoleranzen
  • Parodontitis
  • Schlafstörungen
  • Chronische Müdigkeit
  • Schwaches Immunsystem
  • Tuberkulose
  • Nervosität
  • Akne
  • erhöhten Cholesterinwerten
  • Darmkrämpfe
  • Magengeschwüre

Laut wissenschaftlicher Studien enthält ein Milliliter Milchkefir mehr als eine Milliarde Milchsäurebakterien und mehr als eine Million verschiedener Hefekolonien. Solch hohe Konzentrationen findet man in keinem Probiotika und vor allem auch nicht zu solch einem unschlagbar günstigen Preis.

Und damit noch nicht genug: Die im Milchkefir enthaltenen Mikroorganismen produzieren zudem eine ganze Reihe an Vitaminen und Mineralstoffen, so das man sich bei einer regelmäßigen Einnahme unter Umständen teure Vitaminpräparate einsparen kann.

Folgende Bakterien, Hefepilze, Vitamine und Mineralstoffe sind im Milchkefir enthalten:

Bakterien

  • Lactobacillus kefir
  • Lactobacillus acidophilus
  • Lactobacillus bulgaricus
  • Streptococcus lactis

Hefepilze

  • Saccharomyces kefir
  • Saccharomyces cerevisiae
  • Candida kefir (nicht zu verwechseln mit dem schädlichen Candida Albicans)

Vitamine

Mineralstoffe

  • Jod
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Eisen

Verwendet man für die Herstellung von Milchkefir Bio-Vollmilch, entstehen noch weitere Nährstoffe. Besonders erwähnenswert wären hier die Omega-3-Fettsäuren.

Je nach Gärungsdauer und Temperatur variiert der Gehalt an Milchsäurebakterien und Hefen. Wird der Milchkefir 48 Stunden lang angesetzt, enthält er mehr Milchsäurebakterien als bei einer 24 stündigen Gärzeit.

Wählt man eine Gärtemperatur um die 25 Grad, bilden sich überwiegend Milchsäurebakterien und recht wenig Alkohol. Liegt die Gärtemperatur unter 20 Grad, bilden sich mehr Hefen und vor allem auch mehr Alkohol und Kohlensäure.

Milchkefir selbst ansetzen – So klappt es !

Zunächst benötigt man natürlich die Kefirknollen. Diese bekommt man in Reformhäusern oder bestellt diese Online. Die zweite Zutat ist die Milch. Hierbei kann man im Grunde jede Art von Milch verwenden: Kuhmilch, Ziegenmilch, Sojamilch, Kokosmilch oder Mandelmilch.

Die Kefirknollen legt man in ein absolut sauberer Einmachglas und füllt diese mit Milch auf. Vom Deckel des Glases entfernt man am besten das Gummi, denn bei dem Gärprozess entsteht Kohlensäure. Wenn das Gefäß komplett luftdicht verschlossen wird, kann das Einmachglas platzen.

Das Glas wird im Anschluss mit einem Küchentuch oder ähnlichem abgedeckt, um den Kefir vor Licht zu schützen. Mit Hilfe eines Zimmerthermometers wählt man einen passenden Ort für die Lagerung des Kefirs aus. Damit der Kefirpilz optimal arbeiten kann, ist eine Temperatur zwischen 10 – 25 Grad anzustreben.

Je wärmer der Ort, desto schneller der Gärvorgang. Aber auch mehr Milchsäurebakterien entstehen. Dafür sinkt der Alkoholanteil und auch weniger Hefepilze können sich vermehren.

Die Gärzeit beträgt in der Regel ca. 48 Stunden, kann aber auch kürzer angesetzt werden.
Nach 48 Stunden kann man aber davon ausgehen, das der Milchzucker der Milch nahezu vollständig abgebaut wurde. In dieser Zeit sollte auch eine ordentliche Menge an probiotischen Mikroorganismen entstanden sein und der Kefir seinen prickelnden, säuerlichen Geschmack entwickelt haben.

Wichtig ist, das man den Kefir mit Hilfe eines Plastiksiebes abgießt und auch sonst den Kefirpilz nicht mit metallischen Gegenständen berührt, da dieser ansonsten beschädigt werden kann.Anschließend spült man das Gefäß wieder aus und beginnt von vorne. Wenn man dauerhaft Milchkefir zu sich nehmen möchte, sollte man sich mindestens zwei oder drei Gläser zulegen und eine entsprechende Menge an Kefir ansetzen, damit man lückenlos versorgt bleibt.

Der Kefirpilz kann immer wieder verwendet werden, da der Pilz ständig weiter wächst und sich teilt. Wenn zu viel Kefirpilz entstanden ist, entsorgt man einfach den Überschuss oder verschenkt ihn an Freunde.

Weshalb ich Milchkefir verwende

Da ich seitdem ich denken kann unter Darmbeschwerden leide und auch starke Probleme im Bezug auf diverse Floraverschiebungen im Darm habe, bin ich über Umwege auf den Milchkefir gestoßen und muss sagen, die Wirkung ist bereits nach kurzer Zeit wirklich beachtlich.

Bereits nach zwei Tagen merkt man wie sich die Haut verändert. Sie wird unglaublich weich und rein. Zunächst dachte ich ich bilde mir das ein, aber nachdem meine Frau und ein paar Freunde es auch mal ausprobiert haben, konnten sie dies bestätigen.

Die Verdauung hat sich verbessert und der Blähbauch ist zurückgegangen. Somit kann ich nur bestätigen das sich die Balance der Darmbakterien zu bessern scheint. In einigen Monaten werde ich nochmal eine Stuhlfloraanalyse in Auftrag geben um zu schauen ob sich die Situation verbessert hat. Die Ergebnisse werde ich dann hier einstellen.