Oregano ist ein aromatisch duftendes Kraut, welches heutzutage aus der modernen Küche kaum noch wegzudenken ist. Das allgemein als Pizzagewürz bekannte Kraut wird bereits seit vielen Jahrzehnten zum Würzen verschiedenster Speisen verwendet.

Seine heilende Wirkung ist allerdings schon seit Jahrhunderten bekannt und wurde bereits von den alten Griechen gegen die verschiedensten Leiden eingesetzt.

Oregano, vor allem der „wilde Majoran“, wurde im Mittelalter als „Antibiotikum der Armen“ bekannt und häufig bei Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes sowie der Atemwege verwendet.

Das Gewürz, vor allem in Form eines hochkonzentrierten Öls, weist sehr wirksame antimikrobielle Eigenschaften auf und wird vor allem in der Naturheilkunde bei der Bekämpfung von Pilzen (Candida), Bakterien, Viren und auch Parasiten mit großem Erfolg angewendet.

Oregano-Öl und seine Wirkstoffe

Oregano-Öl verfügt über eine ganze Reihe an Inhaltsstoffen, welche für die überragende Wirkung im Bezug auf pathogene Mikroorganismen verantwortlich sind. Besonders erwähnenswert wären da vor allem Thymol und Carvacrol.

Oregano-Öl

© serenacar – Fotolia.com

Aber auch Cymol und Borneol runden das Gesamtpaket ab und sorgen für die sehr hohe Wirksamkeit. Auch die großen Mengen an wirksamen Antioxidantien wie Phenolsäuren und Flavonoiden machen Oregano-Öl zu einem potenten Mittel gegen Pilze und Parasiten.

Oregano-Öl bei Candida und bakteriellen Infektionen

Bei chronischen Pilzinfektionen wie Candida Albicans, wird in der Naturheilkunde seit jeher Oregano-Öl mit guten Resultaten verwendet. Diesbezüglich ist es sogar Knoblauch, Zimt, Grapefruitkernextrakt, Caprylsäure, Lapacho-Tee, Teebaumöl etc. überlegen und wirkt sogar gegenüber bakteriellen Infektionen nahezu wie Antibiotika. Das Ganze aber ohne Nebenwirkungen.

Im amerikanischen Georgetown belegen Studien von 2002 das bereits geringe Mengen an Oregano-Öl die Ausbreitung verschiedener Pilz- und Bakterienarten im Reagenzglas genauso stark verhindern wie aktuelle Antibiotika.

Diese Wirkung bestätigte sich aber auch bei Tierversuchen mit Mäusen. Mäuse, die mit verschiedenen Bakterienarten infiziert wurden, überlebten zu 80% diese Infektionen, nachdem sie mit Oregano-Öl gefüttert wurden. Im Gegensatz dazu starben die Mäuse aus der Vergleichsgruppe, welche kein Oregano-Öl bekommen haben.

Weiterhin wurde auch die Wirksamkeit des Oregano-Öls beim Befall verschiedener Pilzarten untersucht. Dabei kam heraus das die Wirkung gegen den Hefepilz Candida Albicans, in den meisten Fällen sogar handelsübliche Pilzmedikamente in den Schatten stellt. Laut den Untersuchungen der Georgetown University soll Oregano-Öl das Gewebe vollständig von Pilzen befreien können.

Oregano-Öl gegen Entzündungen

Laut einer Studie der Universität Bonn und der ETH Zürich enthält Oregano-Öl größere Mengen von dem Wirkstoff Beta-Caryophyllen (E-BCP). Dieser Wirkstoff ist zwar auch in verschiedenen Gewürzen und Nahrungsmitteln wie z.B. Zimt, Rosmarin, Basilikum und schwarzem Pfeffer enthalten, allerdings war bis zu dieser Studie unklar, das E-BCP eine stark entzündungshemmende Wirkung hat und auch recht wirksam bei Osteoporose ist.

Bei Laborversuchen mit Mäusen, die entzündliche Veränderungen an den Pfoten hatten und mit dem Wirkstoff E-BCP behandelt wurden, seien die Entzündungen bei 70% der Mäuse recht zügig abgeschwollen.

Damit könnte E-BCP in Zukunft auch interessant für die Pharmaindustrie werden um weitere, entzündliche Zivilisationskrankheiten wie Morbus Crohn oder rheumatische Erkrankungen in den Griff zu bekommen.

Hat Oregano-Öl Nebenwirkungen ?

Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt, ist allerdings eine hohe Menge an Candida oder anderen pathogenen Keimen im Darm enthalten, kann es durchaus sein, das es zu der sogenannten Herxheimer Reaktion kommt. Dabei handelt es sich um eine Erstverschlechterung aufgrund der Tatsache, das die Keime im Darm durch das Oregano-Öl in großer Anzahl absterben und somit eine beachtliche Menge an Toxinen und Antigenen freisetzen. Diese verursachen Schwindel, Müdigkeit, ein Gefühl der Benommenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und vieles mehr.

Bei regelmäßiger Einnahme des Oregano-Öls kann diese Reaktion zwischen ein paar Tagen und mehreren Wochen andauern und ist auch häufig der Grund, weshalb Beispielsweise Candida-Patienten die Behandlung leider vorzeitig abbrechen. In den meisten Fällen flachen diese Vergiftungserscheinungen aber schon innerhalb einer Woche deutlich ab.

Das einzig positive an der Herxheimer Reaktion ist die Tatsache, das das Oregano-Öl wirkt und die Darmkeime beseitigt.

Weshalb ich Oregano-Öl verwende

Aufgrund von Candida ! Schon seit vielen Jahren kämpfe ich gegen den Candida Albicans, wurde aber immer wieder rückfällig. Das Problem ist immer wieder die Ernährung. Solange ich mich zuckerfrei ernähre und Oregano-Öl, Grapefruitkernextrakt, Caprylsäure etc. einnehme, werde ich die Pilzinfektion los. Kaum lass ich meine Diät schleifen und komme mit Zucker in Berührung ist es wie eine Sucht und ich esse Unmengen an Süßigkeiten. Solange bis der Pilz wieder da ist.

Aktuell bin ich aber schon seit Monaten standhaft diesbezüglich und hoffe das es diesmal klappt. Allerdings muss ich noch erwähnen, das Oregano-Öl bei einer Histaminintoleranz große Probleme bereiten kann. Wenn mein Darm gereizt ist und ich Dinge esse, die ich meiden soll, bekomme ich es immer wieder mit einer starken Histaminintoleranz zu tun. Wenn ich dann versuche Oregano-Öl einzunehmen, bekomme ich starke HIT-Symptome. Dies sollte man auch im Hinterkopf behalten, wenn es einem nach Oregano-Öl schlecht gehen sollte.

Quellen:
Taha M et al., „Antifungal effect of thymol, thymoquinone and thymohydroquinone against yeasts, dermatophytes and non-dermatophyte molds isolated from skin and nails fungal infections“ Egyptian Journal of Biochemistry and Molecular Biology Vol 28, No 2 (2010)

ScienceDaily „Oregano Oil May Protect Against Drug-Resistant Bacteria, Georgetown Researcher Finds“ Oct. 11, 2001